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Argentinien gehört zu den größten Weinbauländern der Erde und nimmt den 5. Rang hinter Frankreich, Italien, Spanien und USA ein. Der Weinbau besitzt in Argentinien ein lange Tradition. Sein Ursprung führt in die Zeit der Kolonisation zurück; so wurden die ersten Reben Mitte des 16. Jahrhunderts in den Nordwestprovinzen angepflanzt. Die nachfolgenden Siedler verbreiteten die Rebkulturen weiter. Und wie in Europa haben sich auch in Argentinien Priester und Mönche besondere Verdienste um die Weinwirtschaft erworben. Europäisch geprägt wurde der Weinbau des Landes durch zwei Wellen der Einwanderung: Anfang des 19. Jahrhunderts erreichte das Land der erste große Einwandererstrom aus Europa. Mit ihm kam auch nötiges Fachwissen, das durch das Einführen einiger Rebsorten dem Weinbau einen gewissen Aufschwung bescherte. Von noch größerer Bedeutung war ein zweiter großer Einwandererstrom Ende des 19. Jahrhunderts: Aus Italien, Spanien und Frankreich kam weiteres Know-how. Außerdem trafen damit weitere Rebsorten ein, für die das Klima und die Böden des Landes bestens geeignet waren. Die Weinregion Argentiniens erstreckt sich am Fuße der Anden in einer Länge von 2.200 km und einer Breite von ca. 100 km. Es herrscht dort ein sehr trockenes Klima mit sehr geringen Niederschlägen (Jahresdurchschnitt 50-300 mm), sozusagen Wüstenklima. Ein Wachstum von Reben ist nur durch künstliche Bewässerung möglich, und zwar Tropfenbewässerung gezielt auf jede Pflanze. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr gering. Das Klima und die Bodenbeschaffenheit sorgen für eine üppige, gesunde Vegetation in den 5 Provinzen, wo der Weinbau betrieben wird: In Mendoza, San Juan, La Rioja, Salta und Rio Negro. Die Gegebenheiten der Natur durch immer konstantes Klima sorgen dafür, dass die Qualität der Weine von Jahr zu Jahr gleichbleibend ist und nahezu keine Unterschiede bestehen. Einzige Unterschiede in der Qualität können sich auf Grund der Lage der Weingärten (Höhe über NN und Region) sowie durch die Temperaturdifferenzen zwischen Tag und Nacht ergeben. Bedeutende Fortschritte zur Gunsten der Qualität sind durch den Einsatz neuer Spitzentechnologien erzielt worden. Diese Entwicklung wirkte sich sehr positiv auf die Qualitätssteigerungen aus. Besonders hervorzuheben ist, dass die Weine fruchtiger geworden sind und eine brillantere Farbe besitzen. Die für Argentinien typischen Rebsorten „Malbec“ (rot) und Torrontes (weiß) lassen einen eigenen Charakter sehr deutlich erkennen.
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